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Harzkursbuch Sommer 2021
-Fernverkehr-
Stand 01.05.2021
Harzkursbuch Sommer 2021
-ÖPNV-
Stand 20.04.2021

 

Harz: Reisebericht von einer Bahnreise Braunschweig-Südharz von Anfang Juli (Stand 15.07.2021)
Anbei ein Reisebericht einer Reisegruppe mit 20 Personen, die uns um Veröffentlichung bat und dem wir gerne nachkommen:

Die RB kommt in Braunschweig pünktlich aus Herzberg auf Gleis 4a Minute 50 an, um dort zu wenden und wieder nach Herzberg zu fahren.
Der Zug ist proppenvoll, etliche Fahrgäste müssen stehen, 2 Kinderwagen. 5 Fahrräder quellen aus dem Zug. Derselbe Triebfahrzeugführer (Tf) fährt den Zug zurück. Da waren 8 Fahrräder (2 bis SZ Bad, 2 bis Ringelheim, 4 bis Seesen) zu verladen, von "Fluchtweg frei" um Zug keine Spur.
Der Zugbegleiter reist beim Tf mit. Und bereits in Drütte merke ich: Die Fuhre kommt nicht recht in Fahrt. Vor Neuekrug wird gar nicht abgebremst; wir hatten wohl nicht mehr als Tempo 80 drauf. Die 20 Mitreisenden meines Grüppchens haben gemütlich Barenberg und die entfernten Harzberge an sich vorüberziehen lassen.
Auf den Zug, der Gittelde kreuzen soll, warten wir in Münchehof, erreichen Minute 37 Herzberg Hbf. Wie wir noch sehen, fährt der Bus nach Bad Lauerberg eben ab - ein Sichtanschluss
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Verbindungen Nordharz – Bremen waren aus dem Fahrplan verschwunden - Anbindung des Nordharzes an Bremen und die Nordseeküste massiv verschlechtert (Stand 15.07.2021)
Von wegen „Bessere Anbindung des Harzes liegt uns sehr am Herzen“ und anderer Beschwörungen von Seiten der Politik, der Aufgabenträger des Nahverkehrs und der Deutschen Bahn – Das Gegenteil ist der Fall.

Nach dem Südharz, der quasi schon traditionell keine brauchbaren Verbindungen nach Bremen und der Nordseeküste aufweist, wenn man nicht auf einen ICE oder IC ausweicht, wurde nun, sozusagen über Nacht und klammheimlich, auch die Verbindung des Nordharzes mit diesen Regionen gekappt und damit das Reisen mit dem „Niedersachsen-Ticket“ oder dem „Niedersachsen-Tarif“ in den und aus dem Harz ein weiteres Mal unattraktiver gemacht.

Aufgrund von Bauarbeiten bis zum 14.07.2021 mussten seit einiger Zeit die ErixX-Triebwagen, die stündlich zwischen Hannover und Bad Harzburg pendeln, auf Geheiß der Aufgabenträger zusätzlich in Emmerke und in Barnten halten. Hierdurch verlängerten sich die Fahrzeiten um 3 bis 4 Minuten.
Kleine Ursache, große Wirkung: Da in Hannover Hbf nunmehr in Richtung Bremen nur noch 7 statt 10 Umsteigeminuten zur Verfügung stehen, wurden alle bisherigen stündlichen Verbindungen mittels RE nach Bremen und zweistündlich weiter nach Bremerhaven bzw. Oldenburg – Emden – Norddeich aus dem Bahncomputer gelöscht.
Es gibt sie zwar noch, aber offiziell sind sie nicht mehr da. Auch im Falle von Verspätungen guckt man naturgemäß in die Röhre und hat selbstredend auch keinen Anspruch mehr auf eine Entschädigung.

Reisenden wird nun ein Aufenthalt von 1 Stunde 7 Minuten in Hannover Hbf oder aber eben die Nutzung eines IC oder ICE empfohlen. Sehr praktisch für die Kassen der DB AG, unpraktisch hingegen, wenn man ein „Niedersachsen-Ticket“ hat, welches hier natürlich nicht gilt.

Wir sehen an diesem Beispiel, was all das Gerede von besserer Anbindung des Harzes wert ist: Nichts.

Für einige Wochen wurden in touristisch interessanter Zeit Anschlüsse gekappt, ohne Kompensation anzubieten. Man hätte, zum Beispiel, für Reisen nach Bremen den IC Hannover - Bremen für Reisende aus dem Harz freigeben können oder ähnliches weiter

 

Harz: Bahn-Harzrundreise am 18.07.2021 - Bündnis 90/Die Grünen setzten sich für bessere Bahnverbindungen in den Harz ein (Stand 15.07.2021)
Am Sonntag den 18.07.2021 steht die Rundreise mit der Bahn um den Harz an, die in Zusammenarbeit mit der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" geplant wurde.

Eine wunderbare Gelegenheit, den Tag und die Landschaft zu genießen aber auch über wichtige politische Themen und Projekte zu diskutieren, z.B. über die Notwendigkeit, den Harz über komfortable und direkte Bahnfernverkehrsverbindungen gut in den Deutschlandtakt zu integrieren, was bisher nicht der Fall ist.

In Osterode soll es um 8:47 los gehen. Die anderen vorherigen oder späteren Zustiegsmöglichkeiten und Abfahrtzeiten sind dem Fahrplan im Anhang zu entnehmen.

Weil die Strecke Seesen - Goslar wegen Bauarbeiten gesperrt ist, geht die Fahrt über Salzgitter-Ringelheim und erreicht den Anschluss in Goslar auch so.

Die Route lautet also Osterode 8.47 - SZ-Ringelheim 9.28/9.41 - Goslar 9.53 - Halberstadt - Aschersleben - Sandersleben - Sangerhausen - Nordhausen - Herzberg - Osterode.

In Goslar wird eine Stunde Pause gemach und dann geht es dort um 11:05 weiter Richtung Nordhausen und von dort wieder nach Osterode weiter

 

Deutschland-Takt spezial: Initiative begrüßt Resolution zum Deutschland-Takt von EIN HARZ - Bessere Fernverkehrsanbindung des Harzes ist eine zwingende Notwendigkeit (Stand 20.05.2021)
Der Beirat von „EIN HARZ“ hat sich am 13.05.2021 erneut mit der Resolution zur besseren Anbindung des Harzes im „Deutschland-Takt“ der Bahn befasst und diese in ihrer überarbeiteten Fassung nunmehr einstimmig gebilligt. Auch „EIN HARZ“ reiht sich damit in die Reihe derer ein, die zunehmend lauter eine Nachbesserung sowohl beim Fernverkehr als auch bei der „Durchbindung“ von Nahverkehrszügen zur Vermeidung von Umsteigevorgängen und eine durchgreifende Verbesserung der teilweise völlig an der Realität vorbei geplanten Anschlüsse in den großen Knotenbahnhöfen fordern.
Sehr viele dieser Verbesserungen müssen aber, namentlich im Regionalverkehr, nicht warten, bis der Deutschland-Takt eines Tages vollständig umgesetzt wird. Sie können, guten Willen vorausgesetzt, auch in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Sie müssen es sogar, denn die Gelegenheit, bei neu zu schließenden Verträgen mit Eisenbahn-Verkehrsunternehmen zum Beispiel Durchbindungen umzu-setzen, kehrt so bald nicht wieder.
Was wir Harzer unter anderem eingebüßt haben, soll anhand zweier Tabellen aus dem Fahrplan des Jahres 1969 gezeigt werden, die aus dem Fahrplanheft „Braunschweig – Harz – Göttingen“ stammen. Die erste zeigt einen Ausschnitt der abfahrenden Züge im damaligen Knotenbahnhof Kreiensen. Er hat seine Bedeutung für den Fernverkehr nach der Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke und vor allem nach der vom Land Niedersachsen mitgetragenen Entscheidung zur Verlagerung der IC-Linie Frankfurt – Hamburg aus dem Leinetal heraus praktisch völlig eingebüßt.
Fatale Konsequenz: Von den zweistündlich durchgehenden Zügen nach Göttingen abgesehen, muss, wer in den Süden will, nun stets zwei Mal umsteigen, mindestens jedoch einmal in Göttingen. Wer über Hannover hinaus nach Norden will, muss dies ebenfalls, und zwar in Hannover. Auch nach Westen geht es nicht mehr ohne Umstiege, ebenso wenig nach Braunschweig
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Neues Harz-Kursbuch für den Sommer 2021 ist ab sofort erhältlich (Stand 13.05.2021)
Nicht nur die Beherbergungsbetriebe und die Gastronomie im Harz leiden unter den fortdauernden Einschränkungen der Corona-Pandemie. Auch den Harzer ÖPNV trifft es massiv, fehlen doch neben vielen Berufstätigen im „Home Office“ auch seit Monaten die Urlauber und Tagesgäste. HATIX kann sich nicht bewähren, weil es keine Möglichkeit gibt, mittels Übernachtung an eine Gästekarte zu gelangen. Während der reguläre Linienverkehr mit Bahn und Bus jedoch immerhin – auch Dank der Überbrückungshilfen von Bund und Land – aufrechterhalten wird, haben die HSB ihren Betrieb seit Monaten nahezu eingestellt.

Aber es zeichnet sich ja Licht am Ende des Tunnels ab. Schon bald werden die Urlaubsgäste wieder den Harz beleben, und auch die Reise- und Wanderlust bei den Einheimischen wird wiederkehren. Was liegt also näher, als ein neues Harz-Kursbuch herauszugeben, mit dessen Hilfe man sich, was Bahn und Bus rund um den Harz und im Harz selbst betrifft, orientieren kann?

„Höchste Eisenbahn“ war während des Lockdowns nicht untätig, sondern hat die Zeit genutzt, um weite an dem Nachschlagewerk zu arbeiten, damit auch nichts fehlt, wenn es wieder losgeht. Das ist gelungen, und das Harz-Kursbuch steht mit Stand Anfang Mai 2021 nun wieder zur Verfügung. Und wie? weiter

Harz:  Der Harz braucht endlich bessere Fernverkehrsverbindungen
Amsterdam – Aschersleben mit einem Umstieg – aber nur einmal und in einer Richtung (Stand 16.04.2021)
Gewiss, Amsterdam – Aschersleben ist keine Relation, die täglich dutzende Male nachgefragt wird. Aber bei der Beschäftigung mit Band 1 der Sommerausgabe des „Harz-Kursbuchs“ fällt einem bei längerer Analyse immer wieder einmal etwas auf.
Der „normale“ Reiseweg aus den Niederlanden in den Nordharz ist der über Hannover und Goslar. Das klappt mit einmaligem Umstieg alle 2 Stunden recht gut, denn die Umsteigezeiten in Hannover Hauptbahnhof sind entspannt, bei kleineren, also praktisch üblichen Verspätungen muss man sich keine Sorgen machen, ob es mit dem Anschluss klappt.

 

Wer weiter als nach Goslar oder Bad Harzburg will, der hat freilich ein Problem. Ist sein oder ihr Ziel Ilsenburg oder Wernigerode, muss in Goslar nochmals umgestiegen werden, und hier ist die Zeit zum Umstieg schon spürbar knapper. Kommt der RE10 verspätet aus Hannover herein, wird es schon eng. Liegt sein Ziel gar östlich von Halberstadt, heißt es ein weiteres Mal umsteigen, und zwar eben dort, und das mit sehr knapper Übergangszeit. Wer also auf diese Weise nach Aschersleben strebt, muss geschlagene drei Mal umsteigen und wird es daher wohl eher bleiben lassen.

 

Er oder sie kann natürlich nach Aschersleben auch über Magdeburg fahren. Dann muss zunächst einmal in Hannover in einen anderen IC umgestiegen werden, um dann in Magdeburg Hauptbahnhof erneut den Zug zu wechseln. Es sind also „nur“ zwei Umstiege vonnöten.

 

Ein einziges Mal am Tag, und das auch nur von Montag bis Freitag, geht es mit einem einzigen Umstieg:
Man nimmt ab Amsterdam Centraal den IC um 9.10 in Richtung Berlin, bleibt in diesem bis Wolfsburg sitzen, steigt dort um 13.53 aus und nimmt um 14.24 den RE6 nach Magdeburg, der in diesem Fall ab Magdeburg bis Aschersleben durchläuft und dort um 16.27 Uhr ankommt. Die Umsteigezeit in Wolfsburg ist auskömmlich, fast ein wenig zu lang, aber dafür absolut resistent gegen kleine bis mittlere Verspätungen.

 

Dieser Verbindung werden wir uns aber wahrscheinlich nicht mehr allzu lange erfreuen können, denn die Niederländischen Staatsbahnen haben bei der Deutschen Bahn eine erhebliche Beschleunigung der Linie Amsterdam – Berlin durchgedrückt, der nicht nur in den Niederlanden, sondern auch hierzulande etliche Halte geopfert werden, darunter vielleicht auch Wolfsburg Hbf. Wie es dann um die Umstiege in Hannover und Wolfsburg bestellt ist, muss man erst einmal abwarten. Im Zweifel wird es heißen: An einem großen Knoten erneut umsteigen weiter.

 

Harz: Geltungsbereich des Thüringen- und Sachsen-Anhalt-Tickets auf den Westharz ausgedehnt (Stand 07.04.2021)

Normalerweise werden ja schlechte Nachrichten gern etwas versteckt. Aber auch bei guten kann das passieren. Während in Niedersachsen frühzeitig auf die Ausdehnung des Niedersachsen-Tickets per Pressemitteilung aufmerksam gemacht wurde, war es in den Nachbarländern verdächtig ruhig.

Tatsächlich aber gilt die Ausdehnung des Ländertickets gegen Aufpreis auf den ganzen Harz auch hier, so dass man seit dem 1.4.2021 mit einem Sachsen-Anhalt-, Sachsen- oder Thüringen-Ticket bestimmte Strecken im Westharz bereisen kann und die „Harz-Runde“ auch so herum antreten kann.

 Einbezogen sind die Harzrandstrecken:

Das ermöglicht zum Beispiel das stündliche Erreichen von Goslar und Bad Harzburg aus Richtung Nordhausen auch dann, wenn in Seesen kein direkter Anschluss besteht – der Umweg über Ringelheim ist inbegriffen weiter
 

Niedersachsenticket: Ein gutes Signal zur richtigen Zeit - „Höchste Eisenbahn“ begrüßt Ausdehnung des Niedersachsen-Tickets auf den Ostharz (Stand 31.03.2021)

In Corona-Zeiten sind gute Nachrichten aus dem Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) leider selten – es sei denn, man nimmt die Aufrechterhaltung des Angebots angesichts deutlich gesunkener Fahrgastzahlen selbst schon als gute Nachricht. Da kommt eine Information wie die der Niedersachsentarif GmbH (NITAG) über die Ausdehnung der Gültigkeit des Niedersachsen-Tickets in seiner „plus“-Version, also mit Aufpreis, auf alle Schienenstrecken rund um den Ostharz gerade richtig.
„Das ist ein tolles Signal in düsteren Zeiten, das Mut macht für die hoffentlich nicht mehr allzu fernen Wochen, in denen ein unbeschwertes Reisen mit der Eisenbahn wieder möglich ist“ meint Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“. Diese hat in den vergangenen Jahren, oft gemeinsam mit anderen Organisationen, immer wieder auf Vereinfachungen in der Harzer Tariflandschaft gedrungen, die durch das Nebeneinander dreier Bundesländer mit jeweils eigenen Vorstellungen geprägt ist
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Nachlese zum Winterchaos: Initiative schrieb an Eisenbahnbundesamt (EBA) und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) - Zuschriften an Initiative zum Winterchaos (Stand 25.02.2021)
Schreiben an das Eisenbahnbundesamt

.. hiermit legen wir ihnen als Aufsichtsbehörde über den Bahnbetrieb in Niedersachsen eine Beschwerde über die Schlechtleistung der DB Netz in der Region zwischen Braunschweig, Goslar und Göttingen, also dem ehemaligen „Harz-Weser-Netz“, in der Zeit vom 07.02. bis zum 15.02.2021 vor und bitten Sie, den Ursachen nachzugehen und DB Netz zur nachhaltigen Verbesserung des für uns Kunden unerträglichen Zustands zu bewegen.
Am Samstag (06.02.) setzten abends Schneefälle ein, die, anfangs gepaart mit starken Ostwinden, bis Montagabend (08.02.) anhielten. Die Schneehöhen bewegten sich zwischen 60 und 80 cm, also an sich für den Bahnbetrieb erträglichen Höhen, allerdings traten stellenweise Verwehungen ein. Ab Montag sanken dann die Temperaturen auf bis zu minus 20 Grad ab, der Schneefall allerdings hörte auf und hat bis heute (14.2.) nicht wieder eingesetzt.
Bereits am Sonntag wurde der Zugverkehr im Harz-Weser-Netz eingestellt ...
weiter zum vollständigen Text
 

Schreiben an die Landesnahverkehrsgesellschaft:

... es ist sehr bedauerlich, dass wir uns immer dann an die LNVG wenden müssen, wenn etwas nicht läuft. Seien Sie versichert: Auch uns wäre es andersherum wesentlich lieber. Gern hätten wir die Fortschritte im Fahrplan wie den sonntäglichen Stundentakt zwischen Seesen und Herzberg in den Vordergrund gestellt. Doch immer wieder machen uns katastrophale Mängel bei der Bahn einen Strich durch die Rechnung. Nach einer Woche extremer Schlechtleistungen durch DB Netz werden wir von vielen gefragt, wieso wir uns noch für die Bahn einsetzen würden, bei der doch nichts klappt.

Der Schneefall in Südniedersachsen war gewiss nicht unerheblich, aber – jedenfalls was den Südharz betrifft – keineswegs schlimmer als in früheren Wintern, die allerdings länger zurückliegen. Auch die Minustemperaturen sind bis heute beachtlich, aber auch sie übersteigen ein früher durchaus übliches Maß keineswegs. Der Unterschied zu früheren Wintern ist allerdings der, dass „damals“ die Züge immer fuhren, während wir gut eine Woche lang mit einem Netz konfrontiert waren, in dem 5 Tage nach Beginn und 4 Tage nach Ende des Schneefalls auf gerade einmal zwei Strecken wieder Züge fuhren
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Zuschriften an die Initiative zum Winterchaos:

Zu unseren Newslettern erhielten wir viele Eindrücke und Ergänzungen von Reisenden und Eisenbahnern, die wir hier Auszugsweise veröffentlichen:

... Es ist ein Jammer, 25 cm Schnee und die Bahn streicht die Segel, oder richtiger, die Züge.
Fahrdienstleiter trauen sich nicht, ihre beheizten Weichen zu bedienen, die Fahrstraßen waren z. B. auf der Verbindung Magdeburg-Helmstedt so eingestellt, dass ALLE Züge, egal ob IC oder 2000t-Güterzug, durch die Nebengleise der Bahnhöfe fahren mussten, an denen die Bahnsteige liegen, damit die Regionalbahnen die Bahnsteige auch erreichten. Das Zurückstellen der Weichen ins durchgehende Hauptgleis wurde unterlassen, aus Angst vor Störungen. Was das an Zeit- und Energieverlust für durchfahren Züge bedeutet, muss ich wohl nicht erklären. Und dieses Disaster hat keine Konsequenzen für die Ebene des Managements. Diese unfähige Bande gehört ohne Boni und andere Annehmlichkeiten umgehend aus dem Betrieb entfernt...

 

... Hannover - Göttingen wurde nach knapp 28 Jahren letztes Jahr zum 2. Mal umfassendst für einen dreistelligen Millionenbetrag aus Steuermitteln saniert. Aber gestern fuhren die wenigen unterwegsbefindlichen ICE durch das Leinetal weiter-

 

Deutschland: Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) wirft DB-Winterdienst organisatorisches Versagen vor - Initiative begrüßet die NEE Schreiben an
Verkehrsminister Scheuer (CSU) und Dr. Gruß (DB Netz AG)
(Stand 12.02.2021)
Links zur NEE:

https://www.netzwerk-bahnen.de/news/winter-bei-der-db-ein-brief-an-herrn-bundesminister-scheuer-anlaesslich-seiner-danksagung-auf-twitter.html

Briefe:

https://www.netzwerk-bahnen.de/assets/files/news/2021/2021_02_09_schreiben_scheuer_untersuchung_winterdienst.pdf

https://www.netzwerk-bahnen.de/assets/files/downloads/2021/2021_02_12_schreiben_gruss_brueckmann_winterdienst.pdf

 

Harz-Weser-Netz: Unfähig, unfähiger, DB Netz – oder: Das einwöchige Winterdrama in Niedersachsen (Stand 12.02.2021)
„Höchste Eisenbahn für den Südharz“ erklärt hiermit zum wiederholten Male, dass überhaupt kein Grund besteht, einen einzigen Eisenbahner für das zu kritisieren, was sich seit dem vergangenen Sonntag auf den Schienen in Südniedersachsen und angrenzenden Regionen abgespielt hat. Oder vielmehr: Nicht abgespielt hat, denn auf den allermeisten Strecken, die nicht gerade von ICE oder zahlreichen Güterzügen bevölkert werden, hat sich ja nunmehr eine ganze Woche lang nichts abgespielt.

Eine geschlagene Woche lang keine Züge auf hunderten von Bahnkilometern, das ist, selbst wenn man die Dimension des Schneefalls und die Minusgrade danach einbezieht, schon beeindruckend, und zwar in ganz und gar negativem Sinne.

Nein, die Kritik richtet sich an ein vollkommen unfähiges Management des Unternehmens DB Netz. Dieses für eine immer noch wichtige Infrastruktur in unserem Staat verantwortliche Unternehmen ist vollkommen ausgeblutet. Es mangelt an allem: Kein Personal, kein Gerät, keine geeigneten Fahrzeuge zum Räumen… In diesem Winter setzt sich die traurige Geschichte der Frühlings- und Herbststürme mit ihren tagelangen Streckenblockaden, der vergessene Baumrückschnitt, in noch schlimmerer Weise fort weiter

Harz-Weser-Netz: Vollständiges Organisationsversagen der Deutschen Bahn Netz (Stand 10.02.2021)
„Es ist sehr viel Schnee gefallen. Es ist auch sehr kalt. Für gewisse Probleme muss man daher sicher Verständnis aufbringen. Aber das, was sich die Deutsche Bahn Netz derzeit in Niedersachsen erlaubt, kann man nur mit dem Begriff „vollständiges Organisationsversagen“ beschreiben.“

Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ ist sauer auf die DB Netz. „Vielleicht sollte man Herrn Pofalla, vor allem aber den Leuten in den Pressestellen der Bahn, die ständig neue Nebelkerzen zünden, Schneeschieber und Eiskratzer in die Hand drücken und nach draußen auf die Strecken schicken. Denn während seit Sonntag im gesamten Harz-Weser-Netz noch nicht eine Räumaktion stattgefunden hat, wird dort ständig das Gegenteil behauptet“ fasst er zusammen.

Viel zu wenig Personal, keine Geräte – und Hilfe Dritter wird nicht angefordert
„Mit Hochdruck“ sei man am arbeiten, ist ein beliebter Satz der Pressestelle. Und „Es könnte hier und da noch etwas ruckeln“. Von wegen. Es mag sein, dass die wenigen Leute, die der Sparkurs bei DB Netz noch übrig gelassen hat, tatsächlich mit Hochdruck arbeiten. Aber es sind viel zu wenig, um die Strecken wieder in Ordnung zu bringen. „Hier im Südharz hat auch am Tag vier nach dem Schneefall noch niemand die Schaufel geschwungen oder eine Weiche freigekratzt. Man lässt die Dinge einfach liegen. Die Kunden müssen sich Alternativen selber suchen, denn Ersatzverkehre, so heißt es dann auch, könne man nicht organisieren.“ Man könnte es schon, aber man will es nicht- macht ja Arbeit.

Scharenweise werden die bisher treuen Bahnkunden, die Corona noch übrig gelassen hat, in ihre Autos getrieben, denn irgendwie müssen sie ja zur Arbeit, zum Arzt oder zum Impftermin kommen.

„Was wir hier erleben, ist der Offenbarungseid der Deutschen Bahn Netz. Die können schon mit kleinen Problemen nicht fertig werden. Jetzt sind sie völlig überfordert, weil alles kaputtgespart worden ist.“ Das Gerede von der „guten Vorbereitung“ und den so vielen beheizten Weichen könne man, so Reinboth, schon nicht mehr hören. „Im Knotenbahnhof Northeim funktioniert auf der Harzseite keine einzige Weiche mehr. Und das seit Tagen. Kein Fahrzeug wurde auch nur einen Meter weit bewegt.“

Ständig Falschmeldungen der Pressestelle
Noch schlimmer als die eigentliche Katastrophe aber sei die „Lügerei der Pressestellen“, so Reinboth. „Das stimmt praktisch nichts. Jeden Tag wird erzählt: Die Räumarbeiten dauern an. Das ist falsch: Sie haben hier noch nicht einmal begonnen. Jeden Tag wird erzählt: Die Strecken sind morgen bis mindestens 10 Uhr gesperrt. Am anderen Tag steht dann drin: Heute fährt leider auch nichts. Und die Falschmeldung für den nächsten Morgen wird dennoch wiederholt.“

Der richtige Text, so Reinboth, müsse lauten:

Die Deutsche Bahn Netz verfügt weder über ausreichend Personal noch Gerät, um auch nur ansatzweise mit der Witterung fertig zu werden. Für Strecken, die nicht dem ICE-Verkehr oder dem Güterfernverkehr dienen, haben wir aktuell weder Zeit noch Lust, etwas zu tun. Bitte warten Sie bis zum nächsten Tauwetter oder bis zum Frühlingsanfang, dann werden wir auch hier wieder fahren. Bis dahin kaufen Sie sich bitte ein Auto.

Man müsse, so Reinboth, über eine Rückverstaatlichung des Bereichs Netz nachdenken. In der jetzigen Form ist der Bereich nicht in der Lage, seinen Aufgaben gerecht zu werden. Und viele hoch bezahlte, aber ahnungslose Manager könnte man auf diese Weise auch gleich wieder loswerden.
Michael Reinboth

Bahnstillstand im Harz-Weser-Netz - Eine Woche lang keine Züge im Harz-Weser-Netz? (Stand 09.02.2021)

Dieser Tage kann man wieder einmal spüren, wie es sich anfühlt, im ach so förderwürdigen ländlichen Raum zu leben.

Kein negatives Wort darüber, dass es einen Schneesturm mit erheblichen Folgen gegeben hat. Das kommt vor, und dass es danach nicht rund läuft, ist soweit auch nachvollziehbar.

Nicht mehr nachvollziehbar ist die Taktik der Deutschen Bahn, die Wiederaufnahme des Betriebs auf unseren Strecken immer wieder neu für den nächsten Tag anzukündigen, um sie dann erneut zu verschieben. Man habe andere Prioritäten, heißt es. Auch ein Ersatzverkehr wird natürlich nicht eingerichtet, auch heute nicht, wo die Straßen wieder passierbar sind.

Wir müssen, da die Ressourcen bei der Bahn zwar für üppig besetzte Pressestellen reichen, wo dann wortreich das Organisationsversagen vertuscht wird, aber leider nicht für Schneepflüge und Räumtrupps, davon ausgehen, dass der gesamte Südharz noch tagelang vom Schienenverkehr abgehängt bleibt.

Eine Prognose, wie es denn weitergehen soll, war nicht zu erlangen. Vielleicht wartet man, bis es wieder taut.

Es geht hier wie anderswo wohl nach dem Motto: Erst die Großstadt, dann das flache Land. Oder: Wer am lautesten nach dem Schneepflug ruft, der bekommt ihn auch.

Michael Reinboth

Deutschlandtakt Spezial: 
1. Denkschrift der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ zum dritten Entwurf der Fahrpläne für den Deutschland-Takt des Bundesministeriums für Verkehr und den Auswirkungen auf den Harz
(Stand: 08.02.2021)
 

Eine Denkschrift der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ zum dritten Entwurf der Fahrpläne für den Deutschland-Takt des

Bundesministeriums für Verkehr und den Auswirkungen auf den Harz  

Vorbemerkung  

„Schon wieder die von Höchste Eisenbahn. Denen kann man es nie recht machen.“ So oder ähnlich könnten die Reaktionen in der Bundes- und Landespolitik oder bei der Deutschen Bahn ausfallen. Damit müssen wir leben. Aber im vorliegenden Fall ist die Lage einerseits sehr ernst, sie betrifft zudem den gesamten Harz und der Handlungsbedarf ist, obschon es bis zur endgültigen Umsetzung des so genannten „Deutschland-Takts“ auf der Schiene noch einige Jahre dauern wird, hier und heute gegeben, denn die Weichen werden über Investitionen jetzt gestellt.

 

Melden wir uns erst zu Wort, wenn wir die Verschlechterungen des neuen Taktes zu spüren bekommen, ist es viel zu spät weiter

2. Unser Mittelgebirge braucht wieder gute Fernverkehrsverbindungen - Der „Harz-Express“ verband einst Hoek van Holland direkt mit Bad Harzburg (Stand: 08.02.2021)
Dieser Tage sind einige Aktionen angelaufen, die vor dem Hintergrund des geplanten „Deutschland-Takts“ auf der Schiene bessere Fernverbindungen und mehr direkte Züge für den Harz erreichen wollen, um nicht nur den Aufenthalt im Harz selbst so umwelt- und klimafreundlich wie möglich zu gestalten, sondern auch die An- und Abreise zu erleichtern. Nicht zuletzt kämen solcherart verbesserte Fernverbindungen auch den Harzern und ihrer Wirtschaft entgegen.

Anlass für die Aktivitäten ist die Tatsache, dass sich an der Tatsache, dass der Harz derzeit über keine einzige Fernverbindung auf der Schiene verfügt, auch im „Deutschland-Takt“ nichts ändern soll weiter

3. Grüne: Resolution "Deutschlandtakt fährt am Harz vorbei" (Stand: 08.02.2021)

Pressemitteilung vom 08.02.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Deutsche Bahn plant in den kommenden Jahren die stufenweise Einführung eines Deutschlandtaktes im Fernverkehr. Wichtige Metropolen sollen dabei im 30 Minuten – Takt miteinander verbunden werden. Dabei zeigt sich, dass der Harz als touristisch bedeutsame Region offenbar vergessen wurde. Für alle drei Bundesländer scheint der Harz nur eine touristische Randerscheinung zu sein.

Im Gegensatz dazu haben sich drei der betreffenden Kreisverbände von Bündnis 90/Die Grünen aus der Harz - Region gemeinsam mit genau diesem Thema auseinander gesetzt und wollen ihre jeweilig zuständigen Stellen wachrütteln. Dass der Harz touristisch bedeutsam ist, konnte in den vergangenen Wochen eindrücklich entlang einer zugeparkten B4 zwischen Torfhaus und Bad Harzburg erlebt werden weiter

Das Harz-Kursbuch für den Winter 2021 Nahverkehr ist ab sofort als Download-Version verfügbar (07.01.2021)

„Höchste Eisenbahn“ startet Aktion „Der Harz braucht bessere Fernverbindungen“ (Stand: 03.01.2021)
Von Dortmund ohne Umsteigen bis nach Bad Sachsa, von Bremerhaven ohne Umsteigen direkt bis nach Goslar, Bad Harzburg und Walkenried, von Emden, Oldenburg, Bremen, ja sogar von Amsterdam ohne Umstieg nach Goslar und Bad Harzburg, von Bielefeld umsteigefrei bis nach Herzberg: Diese direkten Verbindungen mittels D- oder Eilzügen hat es in den vermeintlich so schlechten und servicearmen Zeiten der Deutschen Bundesbahn gegeben. Aber auch die Deutsche Reichsbahn bot direkte Züge aus Berlin nach Wernigerode oder Nordhausen und aus Dresden und Leipzig nach Wernigerode an. All dies ging infolge der Zerstörungspolitik des „Bahnchefs“ Mehdorn, der den Rückzug des DB-Fernverkehrs aus der Fläche aktiv und ohne jeden Widerstand aus der damaligen Bundesregierung betrieb, und infolge der Zerstückelung des Nahverkehrs, welche die ansonsten durchaus positiv zu sehende Regionalisierung mit sich brachte, verloren.

Heute gibt es rund um den Harz nur noch Nahverkehr, und diesen noch dazu häufig an Punkten gebrochen, die nicht durch die Bedürfnisse der Kunden, sondern durch den Zuschnitt der auszu-schreibenden Teilnetze und die Landesgrenzen und, dadurch bedingt, die Vergabe an unterschiedliche Unternehmen diktiert werden. Die Folge: Die im Harz liegenden und touristisch sehr aufkommensstarken Gemeinden wie Braunlage, St. Andreasberg, Schierke, Hohegeiß (um nur einige zu nennen) sind nur mit mindestens zweimaligem Umsteigen aus den relevanten Quellgebieten wie Berlin, Hamburg, Bremen oder dem Ruhrgebiet erreichbar.

Diesen Zustand zu beenden, hat sich nun die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ vorgenommen. Denn der „Deutschland-Takt“, der, folgt man den Worten der Protagonisten (Verkehrsminister Andreas Scheuer und sein Staatssekretär Enak Ferlemann, aber auch andere), alles besser machen wird, ist für den Harz eine riesige Enttäuschung weiter  

Das Harz-Kursbuch für den Winter 2021 Fernverkehr ist nun – ohne den Umschlag – als Download-Version verfügbar (20.12.2020)

Walkenried: Tarifreform des VSN bringt für Walkenried kaum glaubliche Preissenkungen (Stand 27.11.2020)
Der scheidende Landrat Bernhard Reuter hatte im letzten Wahlkampf unter anderem das 5-Euro-Ticket für den Bereich des Verkehrsverbundes Süd-Niedersachsen (VSN) versprochen. Nun haben die Kreistage in Göttingen, Northeim und Holzminden den Weg für die umfassende Tarifreform des VSN freigemacht – und tatsächlich ist das 5-Euro-Ticket dabei!
Die Politik hat Wort gehalten und wird die neuen Tarife auch zumindest übergangsweise abfedern, ein im Zeichen des Klimawandels und der so oft angemahnten Verkehrswende enorm wichtiges Signal. Die Erwartung ist, dass sich aufgrund der nun deutlich niedrigeren Fahrpreise und der neuen Angebote mehr Kunden für Bahn und Bus entscheiden und auf diese Weise die Einnahmeseite am Ende wieder stimmt.

„Nach der Verbesserung der Busfahrpläne im Harz und der Umsetzung des HATIX, also der kostenlosen Mitnahme unserer Gäste im Linienbus, ist die Tarifreform ein weiteres ganz wichtiges Signal, dass die Politik hierzulande es wirklich ernst meint mit der Verkehrswende. Es hat etwas gedauert, aber was am 01.01.2021 nun in Kraft tritt, kann sich wirklich sehen lassen“ äußert sich Michael Reinboth von der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ höchst erfreut.
Über viele Jahre hinweg hat die Initiative die hohen Preise im VSN beklagt. Nun wendet es sich zum besseren – und das gleich in einem Riesenschritt
weiter

Göttingen: VSN-Tarifreform zum 1. Januar 2021 Bahn- und Busfahren in der Region wird zum Teil deutlich günstiger - Fahrgastverbände äußern sich positiv (Stand: 24.11.2020) 
Pressemitteilung des VSN:

Zum 01.01.2021 geht die viel intensiv diskutierte Tarifreform im Bereich des Verkehrsverbundes Süd-Niedersachsen an den Start: Neben einem „Fünf-Euro-Ticket“ und der verbundweiten Einführung eines Sozialtickets gibt es für zahlreiche Fahrgäste im Nahverkehr neue Tarifangebote.

„Der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen ist mit zahlreichen neuen Angeboten im Buslinien-Verkehr in den letzten Jahren in Vorleistungen getreten. Jetzt folgt mit der Tarifreform der nächste, wichtige Schritt zur Umsetzung der Verkehrswende in Süd-Niedersachsen“, so Christel Wemheuer, Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung.

Eine wesentliche Änderung bei der Tarifreform ist die Einführung eines verbundweiten Sozialtickets. Marie-Luise Niegel, kommissarische Dezernentin für Bildung und Kreisentwicklung des Landkreises Holzminden, freut sich: „Zwar gibt es das SozialTicket des Landkreises Holzminden in der bisherigen Form nicht mehr. Allerdings gibt es zum 1. Januar 2021 zwei SozialTickets im Gebiet des VSN: Die BusCard-E ist gültig in der Stadt Göttingen und die VSNCard-E, die im gesamten VSN-Verbundgebiet und somit auch in Holzminden gilt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur sozialen Teilhabe auch im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).“

Die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hatte sich bereits seit längerem stark gemacht für die Einführung des Jugendfreizeittickets. „Das JugendFreizeitTicket ist perfekt für junge Menschen, die in der Freizeit auch im VSN-Verbundgebiet außerhalb des üblichen Pendelweges mobil sein möchten bzw. neben dem Weg zum Ausbildungsbetrieb auch den Weg zur Berufsschule mit dem ÖPNV zurücklegen möchten“.

„Mit dem Fünf-Euro-Ticket wird ein zentraler Baustein für die Mobilität in der Fläche umgesetzt, für das ich mich auch persönlich stark engagiert habe“, so der Göttinger Landrat Bernhard Reuter. „Durch die Kappung der bisherigen hohen Preisstufen kann jeder Ort im VSN-Gebiet, also auch kreisübergreifend, für höchstens 5 Euro erreicht werden. Das ist deutschlandweit einmalig und ein wichtiger Beitrag für umweltschonende Mobilität!“ weiter

Ellrich:  Die Geschichte des Bahnhofs Ellrich und seiner Umgebung in Buchform erschienen - Eine Anregung für den weihnachtlichen Gabentisch (20.11.2020)
Auf den ersten Blick wirkt der heutige Bahnhof Ellrich auf den Fahrgast wie eine ganz normale Station, auf der sich jede Stunde zwei Züge treffen, um in Richtung Nordhausen und Northeim weiterzufahren. Manch einer mag sich über den guten Zustand des Bahnhofsgebäudes wundern, ist er doch auf ländlichen Stationen der Deutschen Bahn anderes gewöhnt: Entweder gibt es nur noch kleine Hütten zum Unterstellen oder desolate Baulichkeiten, mitunter auch beides zusammen. Nicht so in Ellrich.

Schon historisch: Infolge des verunglückten Bahnsteigumbaus müssen die Züge aktuell nacheinander in Ellrich halten… Auf dieser Station ist eben nichts wirklich normal (Foto: Klaus Dietrich)

Tatsächlich weist dieser Kleinstadtbahnhof eine mehr als ungewöhnliche Geschichte auf. In seinen nunmehr 151 Jahren hat er allerhand erlebt und geht die nächsten 50 Jahre in nochmals völlig veränderter Form an. Er stand an der Wiege der Ellricher Industrie, die sich durch und mit ihm entwickelte: Gipsfabriken, Fabriken zur Herstellung von Schuhleisten, Webereien entstanden und siedelten sich rund um den Bahnhof an. Mancher Fabrikant errichtete sich in unmittelbarer Nähe eine prachtvolle Villa. Mit dem Bau der Kleinbahn nach Zorge und der Einrichtung der Buslinie nach Sülzhayn – Benneckenstein entwickelte sich der Bahnhof zu einem kleinen Knotenpunkt.

1944/45 musste er das Entstehen des KZ Ellrich-Juliushütte in seiner unmittelbaren Nachbarschaft mit ansehen und spielte beim Transport der Häftlinge eine unrühmliche Rolle. Seine schon vor dem Krieg ausgebauten Luftschutzeinrichtungen wurden allerdings nie benötigt – sie blieben aber erhalten und können heute besichtigt werden. Es kam die Zeit der „Zonengrenze“, in der Fahrgäste zu Grenzgängern wurden und sich rund um die Juliushütte viel Menschliches und Unmenschliches abspielte, bis der „Eiserne Vorhang“ endgültig niederging und den Bahnhof Ellrich zu einem Grenzbahnhof für Güterzüge werden ließ, dessen Sicherungsanlagen immer mehr perfektioniert wurden. Dennoch gab es immer wieder Fluchtversuche, von denen einer mittels Lkw über Bahngleise 1985 im Kugelhagel scheiterte  weiter

Harz-Kursbuch: Neue Fahrpläne auf einigen Buslinien im westlichen Harz  (Stand: 28.08.2020)
Liebe Nutzer des Harz-Kursbuchs,

die Entwicklung des Westharzer ÖPNV ist derzeit dynamisch. Manchmal, so scheint es, allerdings ein wenig zu dynamisch. Es ist so ähnlich wie bei Corona: Alle machen irgendwie mit, das Ziel ist auch klar, aber doch weichen die Einzelheiten manchmal mehr, manchmal weniger voneinander ab. Gemeint ist hier der jeweilige Umstellungszeitpunkt. Der lag bei „HarzBus“ zunächst beim 16.07.2020. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Fahrpläne aller HarzBus-Linien nach, wie es schien, sehr sorgfältiger Planung und mehrfacher Abstimmung mit der lokalen Politik und den Nutzern, umgestellt. Naturgemäß musste man mit einigen Anlaufproblemen rechnen, die auch prompt ihren Niederschlag in einer wahren Flut von Leserbriefen gefunden haben, was zu der Forderung führt, doch alles wieder auf Anfang zu setzen.

Das geschah zwar gottseidank nicht, aber eine plötzlich auftauchende Baustelle in Clausthal-Zellerfeld, von der zuvor niemand etwas wusste, wurde zum Anlass für einige Korrekturen genommen, die mit den Umleitungen in Clausthal und dadurch erforderlichen Fahrzeitverlängerungen erklärt wurden. Ein wenig wurden dann auch noch die Straßenbauverwaltung bzw. die Stadt Clausthal-Zellerfeld beschimpft, denen man das abermalige Umstellen der Fahrpläne nach 4 Wochen (!) in die Schuhe schob.

Schaut man sich die neuen Fahrpläne besonders der Linie 830 an, so bemerkt man allerdings, dass sich einige Fahrzeitverlängerungen zwischen Goslar und Clausthal-Zellerfeld ereignen, also mit der Baustelle nichts zu tun haben. Heimlich, still und leise hat man Zuschläge eingebaut, mal 2, mal 4 Minuten, mal auch gar keine. Dies in Verbindung mit den tatsächlich erforderlichen Zuschlägen in Clausthal-Zellerfeld führen zu einer Fahrzeitverlängerung bis Altenau um 3-4 Minuten, entsprechend auch in der Gegenrichtung weiter

Bis dahin dokumentieren wir die eingetretenen Änderungen und bieten Ihnen die – doch wenigen – Seiten mit den geänderten Busfahrplänen der 830 und 840 (C.1), der 832 (C.2), der 470 und 472 (C.20), der 440 (C.23) und der 460 (C.24) zum Selbstdrucken an. Auf die Änderung der „Harzquerverbindungen“ verzichten wir des Aufwands wegen. In ihrer Struktur bleiben sie ja erhalten.

Ergänzung für Online und Print-Ausgabe
Stand 23.08.2020

Harzkursbuch_Sommer 2020_C.1_und_C.2_20200823.pdf
Harzkursbuch_Sommer 2020_C.20_20200823.pdf
Harzkursbuch_Sommer 2020_C.23_und_C.24_20200823.pdf

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Harz-Kursbuch: Sommer 2020 Änderungen zum Schuljahresbeginn in Niedersachsen (Stand: 23.08.2020) 
Liebe Kundinnen und Kunden des „Harz-Kursbuchs“, mit Beginn des Schuljahrs am 27. August treten auf einigen Buslinien im Altkreis Osterode Änderungen in Kraft, die allesamt positiver Natur sind. Im Kreis Goslar musste der gerade erst in Kraft getretene Fahrplan der HarzBus-Linien wegen einer „vergessenen“ Großbaustelle in Clausthal-Zellerfeld bereits zum 17. August angepasst werden. Nachstehend die Änderungen in groben Zügen:

Südharz: Fahrplanwechsel im Dezember 2020 - „Höchste Eisenbahn“ fordert Spätbus bis Walkenried ab Dezember (Stand: 20.08.2020)
Der Ausblick auf den Jahresfahrplan 2021 ist für die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ durchaus erfreulich. Deswegen geizt Sprecher Michael Reinboth auch nicht mit Lob für die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Hannover: „Die geben sich schon große Mühe, und sie stehen auch zu ihren Zusagen.“ Schade nur, dass sie von ihren Kolleginnen und Kollegen in Thüringen ein ums andere Mal im Stich gelassen werden. In Erfurt hat man ganz offenbar an der „Südharzstrecke“ nicht das geringste Interesse. Reinboth: „Die nehmen die durchaus ja vorhandenen Mittel lieber, um sie in Züge ins bayrische Coburg zu investieren, die in Thüringen außer Erfurt keinen anderen Halt bedienen und dort auch niemandem nutzen. Für den Landesnorden gibt es nichts.“

Und so fällt das Angebot zwischen dem Landstrich um Herzberg und Osterode und dem Ostzipfel des Landkreises um Bad Sachsa und Walkenried immer weiter auseinander. Das jedoch möchte „Höchste Eisenbahn“ gern ändern.

Harz / Deutschland: Aktualisierung des SIMPLEX-Fernbusfahrplans mit Fernbussen durch den Harz (Stand: 20.08.2020) 
Anbei der Downloadlink zu dem über 500 Seiten starken aktuellen Fahrplan aller Fernbusse mit vielen Tipps.
Infos unter:
www.fernbusliniennetz.de

Harz: Wandertipp - Abflug in den Harz … mit dem ÖPNV (Stand: 06.08.2020)


So wie er können wir natürlich nicht einfach so abfliegen.

Er hebt gerade von seiner Distel ab und setzt sich in Richtung Bad Grund in Bewegung. Aber manchmal muss man eben einfach mal los, und in Corona-Zeiten bietet sich eine kleine Tour im Harz schon deswegen an, weil man weder an der Bier- noch an der Schinkenstraße vorbeikommt. Das Restrisiko ist auch bei der Nutzung von Bahn und Bus nahe Null, weil sich hierzulande so gut wie niemand nicht an die Regel hält, die da lautet: Einstieg nur mit Mund-Nase-Schutz.

Also ging es am 30.07.2020 kurz entschlossen mal wieder los. In meinem Alter muss man sich aber schon überlegen, was man sich so zumuten will und kann. Vor zwei Wochen an der Hanskühnenburg waren es rund 20 Kilometer – eindeutig zu viel. Also dieses Mal nur 10 bis 12. Aber wohin?

Wie wäre es mal mit der Nordwestecke des Harzes? So rund um Bad Grund, vielleicht mit Innerste oder Buntenbock? Geht denn das überhaupt ohne Auto?

Es geht. Natürlich geht es. Für Walkenrieder ist allerdings etwas Bahnfahren angesagt. Osteroder können die Tour nur mittels Bus gestalten, Gäste in Osterode, Bad Grund oder Buntenbock gar ohne Kosten – dank HATIX. Ihnen stehen die Buslinien 440 und 460 praktisch den ganzen Tag über zur Verfügung, auch am Wochenende weiter

Harz: Fahrpläne gut, Darstellung schlecht – ein altes Lied im Westharz - update des Harzkursbuchs (Stand: 06.08.2020)
„Es ist wie so oft im Westharz: Es werden gute Fahrpläne gemacht, aber man verkauft sie schlecht, weil man größere Geldausgaben für die Darstellung und Vermarktung scheut und sich ausschließlich auf die digitalen Medien verlässt. So kommt es, dass die Fahrgäste gerade bei umfangreichen Änderungen nicht klarkommen und der Ruf des ÖPNV unverdientermaßen leidet.“ Michael Reinboth, Fahrplanexperte des BUND und wie viele seiner Mitstreiter an einer besseren Nutzung von Bahn und Bus im Harz in hohem Maße interessiert, verfolgt die aktuelle Debatte um die neuen HarzBus-Fahrpläne mit großem Interesse. Seit Jahren hat er sich der Verbesserung der Darstellung gerade des Busverkehrs im Harz verschrieben und erlebt immer wieder, wie gute Ansätze an unflexiblen technischen Systemen und fehlendem Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden zwar nicht scheitern, aber doch leiden.

Sowohl der Regionalverband Braunschweig als auch der Zweckverband ZVSN in Göttingen haben schon vor Jahren die Herausgabe von Fahrplanbüchern oder Fahrplanheften eingestellt – zu geringe Nachfrage, hieß und heißt es unisono. Stattdessen sollten es Faltblätter für jede einzelne Linie und, natürlich, die elektronische Auskunft richten, da heute jeder über ein Smartphone oder ähnliches verfügt und sich die nächste Verbindung so schnell „ziehen“ kann.

Der Haken bei der Sache: In einem Faltblatt lässt sich eben aufgrund der heutigen unflexiblen Systeme nur genau eine Linie darstellen. Gibt es zwischen A und B mehrere Linien, braucht man auch mehrere Faltblätter. Durchgehende Fahrten über mehrere Linien hinweg lassen sich, wenn überhaupt, nur mit Tricks darstellen. Der geneigte Kunde, der Urlaubsgast zumal, ist hoffnungslos überfordert, wenn er sich die Faltblätter bei den Informationsstellen oder gar beim Zustieg im Bus zusammensuchen muss weiter

VSN-Tarif: Das 5-Euro-Ticket soll kommen - Gültigkeit im Bus UND auch im Zug (Stand: 26.07.2020)
Bei der Berichterstattung in der örtlichen Presse wurde über 5-Euro-Ticket immer nur vom BUS gesprochen, bei dem das Reisen billiger wird. Dann werden Relationen genannt, die man mit dem BUS gar nicht oder nur mit stundenlanger Fahrzeit zurücklegen kann, wie Osterode - Göttingen oder Osterode - HannMünden. Unsere Initiative wurde angesprochen, was der Murks denn soll, für Walkenried oder Sachsa brächte das Ticket doch gar nichts, weil man von hier mit dem Bus weder nach Göttingen noch nach Osterode käme. Und nach Braunlage kostet es ohnehin nur 3,50€...

Zum Schluss waren wir selber unsicher... Aber wir haben einen Verkehrsverbund für BUS und BAHN, und das 5-Euro-Ticket gilt, wie alle anderen angesprochenen Vergünstigungen, auch im ZUG. Sonst brächte es ja fast gar nichts! Gerade die weiten Entfernungen sind die, welche man mit dem Zug ziemlich schnell zurücklegt und die dann auch nur noch 5 Euro kosten. Im Nahbereich, wo vorwiegend der Bus genutzt wird, bringt das Ticket nur bedingt etwas, weil die unteren Tarifstufen ja so bleiben wir vorher.

Mag sein, dass da schon die entsprechende PM lückenhaft war. Im Interesse des guten Rufs des ÖPNV wäre uns daran gelegen, dass der Bericht dahingehend ergänzt wird, dass die neuen Tarife samt und sonders auch in den Zügen in Südniedersachsen gelten werden. Wenn denn der Göttinger Rat zustimmt, sonst wird das alles gar nichts.


Deutschland-Takt:
Der „Deutschland-Takt“ macht den Harz dauerhaft zur Fernverkehrswüste
(Stand: 26.07.2020)
Die Deutsche Bahn feiert sich und lässt sich von der niedersächsischen Politik feiern, weil sie einen Fernzug von Bayern an die Nordseeküste durchfahren lässt. Weitere Züge dieser Art sollen kommen bzw. wurden kürzlich zu anderen Zielen eingerichtet.

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Harz-Kursbuch: Das Harz-Kursbuch für den Sommer 2020 ist nun – ohne den Umschlag – als Download-Version verfügbar (Stand: 16.07.2020)
Update zur Printausgabe
Zwei kleinere Tippfehler in der gedruckten Fassung sind dort behoben.
Hier die Daten für die Freunde unserer Printausgabe:
Seite 37: Ankunft des RE2, Hannover Hbf ab 17.40, in Uelzen um 18.38 (statt 19.38) Seite 265: Der Sonnenberg wird von den Linien C.1 und C.3 bedient (nicht C.2 und C.3)

Außerdem ist auf folgende Änderung hinzuweisen:
In der Tabelle C.95 auf der Seite 240 beziehen sich die Anschlussangaben der HSB in Schierke und Drei Annen Hohne auf den ursprünglichen Sommer-fahrplan der HSB. Der ist aber mangels Lokomotiven und/oder Personal so nicht in Kraft getreten. Es gilt der geschrumpfte Sommerfahrplan, der auf den Seiten 248 bis 254 abgedruckt ist. Die Anschlüsse sind in der Download-Version korrigiert worden.
Leser der Printausgabe bitten wir, die Zeiten der Brockenbahn auf den Seiten 251 und 252 zu beachten und die Seite 240 zum Einlegen im die Printversion auszudrucken
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Deutschland-Takt: Der dritte Entwurf zum Deutschlandtakt liegt vor - Es bleibt dabei: Für den Harz wird wenig besser, aber vieles schlechter (Stand: 08.07.2020)
Wer die nachfolgenden kritischen Anmerkungen liest und anschließend über das berühmte Glas philosophiert, welches je nach Betrachtung halb voll oder halb leer ist, möge sich das immer wieder verkündete Ziel des „Deutschland-Takts“ vor Augen führen: Für das ganze Land soll er Verbesserungen bringen. Nicht nur für Großstädte, Magistralen und natürlich das ländliche Bayern, nein, auch für den Harz sollte etwas dabei herauskommen.

Tut es aber leider nicht. Ja, im dritten Entwurf haben sich die Schöpfer des Taktes wohl bemüht, die schlimmsten Unwuchten zu beheben. Darauf und auf die zweifellos vorhandenen wenigen Vorteile kommen wir gleich. Dafür haben sie neue Unwuchten eingebaut. Deren schlimmste sei gleich am Beginn genannt: Die bisherigen stündlichen Anschlüsse aus Berlin über Braunschweig in den Südharz gehen verloren. Alle. Komplett. Drei Minuten Übergang in Braunschweig Hauptbahnhof sind ein nicht haltbarer Witz, über den wir im Südharz allerdings nicht Lachen können. In der Gegenrichtung sind es 6 Minuten – aber was nützt das, wenn man in der anderen Richtung eine geschlagene Stunde in Braunschweig warten muss?

Die wenigen Vorteile für den Südharz ... weiter    

Harz-Kursbuch: Sommerausgabe des Harz-Kursbuchs mit vielen Neuerungen (Stand: 03.07.2020)
Das „Harz-Kursbuch“ für den Sommer 2020 ist zunächst als Print-Version erschienen, die Online-Version folgt in Kürze. Die Ausgaben behalten ihre Gültigkeit nunmehr bis zum nächsten regulären Fahrplanwechsel Anfang Dezember 2020. Aktuelle Entwicklungen wegen des weiterhin vorhandenen Corona-Virus müssen allerdings beachtet werden. Hierzu werden ggf. die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen informieren.

Dies ausgeblendet, finden Sie auf nunmehr 266 Seiten alles, was Bahn und Bus im und um den Harz ausmacht: Fahrpläne zur An- und Abreise aus allen Teilen Deutschlands und den Niederlanden, Fahrpläne aller zum Harz oder um ihn herum führenden Bahnstrecken mit allen Anschlüssen in den Harz hinein, Fahrpläne aller Buslinien, die um den Harz herum führen, Fahrpläne aller Buslinien im Harz, die Fahrpläne der Harzer Schmalspurbahnen, die der Museumsbahnen, vier Übersichtskarten und jede Menge Wander- und Ausflugstipps, daneben Adressen und Telefonnummern der Aufgabenträger und Verkehrsbetriebe, der Tourist-Informationen im Harz sowie zahlreicher Ausflugsziele und Museen… weiter    

Verkaufsstellen

Thüringen: Geld für bayerische Wünsche ist da, nicht aber für den Südharz (Stand: 03.07.2020)
Das Land Thüringen wird für eine künftige Regionalexpress-Verbindung zwischen Nürnberg und Erfurt über Coburg jährlich eine halbe Million Euro aus Nahverkehrsmitteln zur Verfügung stellen.

Na und? Dafür sind die Mittel doch da!
Richtig!
Aber: Unser beharrlich vorgetragener Wunsch nach der Freigabe eines einzigen Zuges zwischen Nordhausen und Walkenried wurde vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr wiederholt mit dem Hinweis auf fehlendes Geld abgeschmettert, obschon es hier um einen Bruchteil der Summe geht, die nun mal eben so für einen in Thüringen außer in Erfurt selbst gar nicht haltenden Zug ausgegeben wird
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Harz / Deutschland: Aktualisierung des SIMPLEX-Fernbusfahrplans mit Fernbussen durch den Harz (Stand: 02.07.2020) 
Anbei der Downloadlink zu dem über 500 Seiten starken aktuellen Fahrplan aller Fernbusse mit vielen Tipps.

Südharz: Harzer Schmalspurbahnen hängen den Südharz vom Brocken ab (Stand: 22.06.2020)
„In Corona-Zeiten muss man mit gewissen Anpassungen im Bahn- und Busverkehr leben können. Aber was die Harzer Schmalspurbahnen sich mit ihrem am 27. Juni in Kraft tretenden Sommerfahrplan leisten, geht, was den Südharz angeht, über die berühmte Hutschnur. Hier muss dringend nachgebessert werden.“

Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ ist sauer auf die HSB. Die mit dem Beginn des neuen Sommerfahrplans am 27.6. wirksam werdenden Verschlechterungen für den Südharz haben nämlich mit Corona gar nichts zu tun – sehr viel aber mit Lokomotiv- und Personalmangel und Gedankenlosigkeit. Oder aber mit fehlendem Interesse für die Belange des Südharzes.

Ganz offensichtlich fehlt den HSB eine Lok. Oder es fehlen Lokführer und Heizer. Wie auch immer: Der Fahrplan zum Brocken wurde gegenüber den früheren Entwürfen zusammengestrichen. An zwei Stellen wurde aus zwei Fahrten nur mehr eine gemacht. Leider aber hat man den Fahrplan der eigentlichen Harzquerbahn von Nordhausen nach Drei Annen Hohne nicht angepasst. Das Resultat ist, vorsichtig formuliert, suboptimal: weiter  

Südharz: Neue Angebote machen Süd- und Westharzstrecke attraktiver (Stand: 14.06.2020)
Bei der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ ist man über zwei neue tarifliche Angebote im Niedersachsen-Tarif, die die NITAG vor einigen Tagen vorgestellt hat, sehr erfreut. „Mit diesen Angeboten wird das Reisen auf unseren beiden Strecken Göttingen – Nordhausen und Braunschweig – Herzberg noch attraktiver. Weitere Schritte im Hinblick auf eine gemeinsame Vermarktung des ganzen Harzes für Bahn und Bus müssen sich allerdings anschließen“ formuliert Sprecher Michael Reinboth. „Aber die NITAG hat uns hier positiv überrascht. So kann es weitergehen.“

Spar-Ticket für 6 € bis 50 Kilometer ...
„Nordhausen plus“ bringt eine Ausdehnung des Niedersachsen-Tickets
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Nordhausen: "Niedersachsenticket plus Nordhausen" ab 14.06.2020 -gegen Aufpreis- auch auf Südharzstrecke bis nach / ab Nordhausen gültig (Stand: 11.06.2020)
Ab 14.06.2020 ist es einfacher zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Thüringen mit der Bahn zu fahren, denn das Niedersachsenticket kann ab / bis Nordhausen für die gesamte Südharzstrecke gelöst werden. Mit diesem Tagesticket reisen bis zu 5 Personen mit allen Nahverkehrszügen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg bis nach Nordhausen! Für nur 27 € und 6 € je Mitfahrer.
Das Niedersachsen-Ticket plus Nordhausen wird in Niedersachsen, in Bremen und Hamburg als Fahrkarte in vielen Bussen, Straßen- und U-Bahnen anerkannt!
Allerdings ist die Weiterfahrt mit Bussen oder in der Straßenbahn in Nordhausen nicht im Fahrpreis enthalten. Dafür benötigen Sie zusätzliche Fahrscheine.
Weitere Infos unter:
https://www.niedersachsentarif.de/fahrkarten/niedersachsen-ticket-plus-nordhausen

https://niedersachsenticket.de/infos-zum-ticket/niedersachsen-ticket-plus-nordhausen

Harz: Mit HATIX den Sommer erleben - Kostenfreier ÖPNV für Harz-Urlaubsgäste (Stand: 11.06.2020)
Pressemeldung: Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) Ute Reuter-Tonn Jutta-Limbach-Str. 3, 37073 Göttingen Tel. 0551 38948-12, zvsn@zvsn.de, www.zvsn.de

Das Fernweh ist groß, nach dieser langen Enthaltsamkeit während der Corona-Krise. Die Sehnsucht nach tiefblauen Seen und saftig-grünen Wäldern, zerklüfteten Felslandschaften und Fachwerkstädtchen mit dem Dolce Vita Flair lässt von Reisen in ferne Länder träumen.

Der Harzer Tourismusverband wirbt mit dem Fernweh Harz, denn der Harz hat vieles zu bieten, das an ferne Länder erinnert: Tiefblaue Seen wie die Sösetalsperre bei Osterode lassen an Urlaub in Schweden denken, pittoreske Felslandschaften des Karstgebietes im Südharz erinnert an Kroatien und zahlreiche kleine Fachwerkstädtchen bieten den Charme und die Leichtigkeit des Elsass. Die Harz AG bietet mit dem Harzer Urlaubsticket HATIX Gästen, die mindestens eine Nacht im Harz verbringen, kostenfreie Linienbusfahrten im gesamten Harz. weiter  

Coronavirus: Bahn und Bus im Südharz drohen massive Einschränkungen und Stilllegungen (Stand: 12.05.2020)
Die Corona-Pandemie macht mit den damit einhergehenden Einschränkungen allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zu schaffen. Für viele Branchen und Situationen gibt es inzwischen direkte Hilfen oder zumindest Zusagen für solche, Steuererleichterungen und dergleichen mehr. Über eine Branche, die in diesen Wochen klag- und geräuschlos funktioniert, wird jedoch kaum gesprochen. Dem ÖPNV ergeht es jedoch keineswegs besser als anderen, auch hier sind aufgrund fehlender Schüler, im Homeoffice tätiger Pendler und des bis dato geltenden generellen Hinweises, jedwede nicht zwingend erforderliche Reise zu unterlassen, die Fahrgastzahlen und damit die Einnahmen eingebrochen. Touristische Verkehre finden nicht statt. Dennoch wurden aus Gründen der Daseinsvorsorge immer zwischen 75 und 100 % der Bahn- und Busfahrten angeboten und durchgeführt. Seit Wochenbeginn wird überall der Regelfahrplan angeboten
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Die Südharzstrecke ist unverzichtbarer Bestandteil unserer Mobilität. Das zeigt sie in diesen Tagen, und das muss auch nach der Corona-Krise so bleiben (RB zwischen Walkenried und Ellrich).

Coronavirus: „Höchste Eisenbahn“ befürwortet Maskenpflicht in Bahn und Bus (Stand: 23.04.2020)
Bahnen und Busse fahren im Südharz zwar nach einem etwas eingeschränkten Fahrplan (Bahn) oder dem Ferienfahrplan (Bus), tun dies aber sehr zuverlässig und pünktlich. Für die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ ist die Aufrechterhaltung des Angebots in Corona-Zeiten etwas, was Respekt abnötigt und unbedingt Beachtung verdient.

„Wir schimpfen ja manchmal schon, wenn etwas nicht funktioniert, und das sicher auch zurecht. Aber was die Lokführer, Busfahrer, Stellwerker, die Disponenten und die Leute in den Werkstätten derzeit leisten, verdient höchstes Lob und auch ein großes Dankeschön. Hier wird Daseinsvorsorge im echten Wortsinn betrieben und gezeigt, dass Bahn und Bus ganz einfach dazugehören“ meint Michael Reinboth von der Initiative weiter 

Coronavirus: ZVSN informiert über Alltagsmaskenpflicht im ÖPNV und Schulfahrplan ab 27.04.2020 (Stand: 23.04.2020)
Pressemitteilung des ZVSN:
Wie andere Bundesländer hat nunmehr auch Niedersachsen beschlossen, die bisherige dringende Empfehlung, im ÖPNV und beim Einkaufen eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine sog. Alltagsmaske zu tragen, ab Montag, den 27. April 2020 in eine Pflicht zu überführen
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Coronavirus: Auch auf Südharzstrecke Fahrplananpassungen ab dem 30.03. bis vsl. 19.04.2020 (Stand: 26.03.2020)
Im gesamten Harz-Weser-Netz kommt es aufgrund der Conoravirus-Situation zu Fahrplananpassungen. Die Fahrten werden von montags bis freitags weiterhin im Stundentakt gefahren. Am Wochenende wird auf einen 2-Stundentakt umgestellt. An Karfreitag und Ostermontag wird wie sonntags gefahren. Nach Angaben von DB-Regio sind die Fahrgastzahlen bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Dies wird aufgrund des aktuell empfohlenen Abstands der Reisenden täglich beobachtet und bei Bedarf wird die Zugbildung angepasst.
Fahrplaninformationen unter:
https://www.bahn.de/p/view/service/aktuell/index.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0011_-_rs_auskunft_NAVIGATION-aktuell_LZ01

Umstrukturierung bei DB Netz: „Höchste Eisenbahn“ tief besorgt über weitere Entwicklung der Südharzer Strecken (Stand: 27.02.2020)
Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis – oder man strukturiert einen Betrieb um und verkündet eine danach glänzende Zukunft. So hält es jetzt auch Frank Sennhenn, Chef des Bereichs Netz der Deutschen Bahn. Nachdem man schon den Bereich DB Cargo durch Sparmaßnahmen und ständige Umorganisationen in Grund und Boden gewirtschaftet hat, geht es nun dem bisher noch leidlich funktionierenden Bereich Netz an den Kragen.

Das deutsche Schienennetz muss doch kaputtzukriegen sein! Monatelange Lähmung durch Schaffung neuer Strukturen, heilloses Durcheinander bei den Zuständigkeiten, weiter sinkende Motivation bei den Mitarbeitern, das alles wird jetzt in Gang gebracht. Und das in einem Moment, wo eigentlich mehr Geld in die deutsche Eisenbahn fließen soll.

Daraus wird wohl nichts werden. Und es kommt noch schlimmer: Die Entscheidung über die Auswechslung einer Weiche, die Reparatur eines Signals und natürlich die über jedwede Art von Investition soll nach dem Willen von Sennhenn stets in Berlin fallen. Man muss sich das vorstellen: Wenn im Südharz irgendwo etwas klemmt, wird nicht in Göttingen entschieden, sondern in der Hauptstadt weiter

Harz: Neues Harz-Kursbuch kommt im April (Stand: 27.02.2020)
Das aktuelle Harz-Kursbuch ist auch in zweiter Auflage ausverkauft. Neue Bestellungen liegen auch schon vor. Aber eine neue Auflage planen wir erst für Mitte April.
Dies aus zwei Gründen:

Einerseits stellen die Harzer Schmalspurbahnen dann ihren Fahrplan auf die Sommerperiode um, und
andererseits, und dies ist fast noch wichtiger, wird das komplette Liniennetz des „HarzBus“ im Kreis Goslar umgekrempelt
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Thüringen: Geld für Streckenreaktivierungen, aber nicht für den Geisterzug im Südharz - Initiative erhält Einladung  (Stand: 19.01.2020)
Stück für Stück bricht die Argumentationskette des Thüringischen Infrastrukturministeriums zum „Geisterzug im Südharz“ in sich zusammen. Wenn jetzt immer noch dem Zug zwischen Nordhausen und Walkenried die Zustimmung verweigert wird, muss man dies, ob man es gut findet oder nicht, unter „wir könnten schon, aber wir wollen nicht“ oder aber „keine Lust an Nordthüringen“ zusammenfassen.

Gefahrener Zug ist eine Erfindung
Das Argument, dass der Zug ja einige Jahre lang gefahren sei und 2014 dann mangels Bedarf abbestellt worden ist, haben wir mehrfach als schlicht erfunden enttarnt – was allerdings das Ministerium nicht daran hindert, es wieder und wieder vorzubringen. Wahrer wird es deswegen freilich nicht. In der von uns geforderten und fahrplantechnisch völlig problemlos möglichen Form ist der Zug nie gefahren. Also kann man angebliche Nutzerzahlen von damals nicht einer Ablehnung zugrunde legen – es hat sie ja nie gegeben, diese Nutzer. Weil es den Zug stets nur zwischen Nordhausen und Ellrich gab, und wer will da um 4.30 Uhr schon hin, oder aber – ein Jahr lang – umlaufbedingt nur am Montag. Und welcher Pendler nutzt einen Zug, der Montag fährt, Dienstag bis Freitag hingegen nicht?

Geld für andere Strecken ist da – warum nicht für den Südharz?
Spätestens mit der Bekanntgabe des Entwurfs für den Koalitionsvertrag in Thüringen bricht auch das zweite Argument in sich zusammen. Man müsse sparen und sich jeden Zug genau überlegen, weil die „Regionalisierungsmittel“ des Bundes so knapp seien, wurde nachgeschoben. Das stimmte schon vorher nicht, und nun, man reibt sich die Augen, liest man, dass unter anderem die Strecken Straußfurt – Großheringen und Ilmenau – Rennsteig – Schleusingen – Themar wieder in Betrieb genommen werden sollen.

Nanu? Es ist doch angeblich kein Geld da? Und nun langt es sogar für zwei veritable (und natürlich auch begrüßenswerte) Reaktivierungen? Die kosten ein Vielfaches von dem, was für den „Geisterzug“ aufzubringen wäre. Und das Geld ist da?

Spätestens an dieser Stelle muss man in Landesnorden doch wohl wach werden. Hat denn unsere Region überhaupt keine Fürsprecher in Erfurt mehr? Den verhandelnden Personen in Erfurt war und ist die Thematik des Geisterzuges sehr wohl bekannt. Gleichwohl wird nicht über das wenige Geld für ihn, sondern über das viele Geld für Reaktivierungen gesprochen und dies auch fixiert. In der Mitte und im Süden läuft’s, im Norden eben nicht. Damit könnte man sich abfinden, muss es aber nicht. Wir tun es nicht.

Die Nordhäuser Umgebung bleibt abgehängt – Kultur ist nicht weiter 

Thüringen: Geisterzug - Thüringer Infrastrukturministerium argumentiert weiter mit falschen Behauptungen (Stand: 17.01.2020) 
Eine Unwahrheit wird durch ständiges Wiederholen nicht wahrer. Diese schlichte Tatsache wird vom Thüringischen Infrastrukturministerium weiterhin standhaft ignoriert. Einfacher ausgedrückt: Das hohe Haus lügt uns und der nachfragenden Presse weiterhin die Hucke voll, wenn es um eine Begründung für die Ablehnung des berühmten Geisterzuges zwischen Nordhausen und Walkenried geht.

Schon mehrfach haben wir darauf hingewiesen, dass die Argumentation, dass es diesen Zug ja gegeben und man ihn mangels Nutzung 2014 abbestellt habe, schlicht erfunden ist.

Einige Jahr lang fuhr ein früher Zug von Nordhausen (4.35) bis Ellrich, der als Vorlauf zu dem bis heute angebotenen Frühzug Ellrich (4.58) – Nordhausen diente. Er fuhr nie, nicht einen Tag lang, über Ellrich weiter bis Herzberg oder gar Göttingen. Insoweit ist die relativ schwache Nutzerzahl nachvollziehbar weiter 

Bodenfelde: Das Stiefkind - Die Sollingbahn braucht einen besseren Fahrplan – und weniger Zugausfälle (Stand: 17.01.2020)
„Kurzfristiger Personalausfall“ – allzu häufig hört oder liest man diesen Hinweis bei den Zügen der DB Regio im Harz-Weser-Netz. Und wenn es mal wieder ganz schlimm wird, muss regelmäßig die Sollingbahn für Zugstreichungen und – wenn es denn gelingt – Schienenersatzverkehr herhalten. Mitunter gibt es aber auch diesen nicht, und die Züge fallen ersatzlos aus. Aus Sicht der Deutschen Bahn vielleicht zurecht, denn die Sollingbahn weist von allen Strecken rund um Göttingen und Northeim die geringsten Fahrgastzahlen auf. Aus Sicht aller übrigen Kunden der Bahn, die ihren Fahrschein im Glauben an pünktlichen Zugverkehr gezahlt haben, ebenfalls folgerichtig. Die Südharzstrecke hat deutlich mehr Fahrgäste, und die soll und will man nicht enttäuschen. An die Einbecker Züge will man nicht ran, nachdem die Reaktivierung der Strecke politisch durchgesetzt worden ist und viele genau hinsehen, wie es denn läuft. Die Harzburger Züge bilden ein wichtiges Bindeglied im Netz und sollten, wenn irgend möglich, verkehren.

Also die Sollingbahn. Ist doch nicht so schlimm. Die Uslarer und Hardegser Fahrgäste können sehr oft mit dem Bus nach Göttingen fahren, die Leute aus Bodenfelde haben die Göttinger Züge. Die fahren zwar auch nicht übertrieben pünktlich, aber sie fahren meistens. Es trifft also nicht viele.

Fehlende Zuverlässigkeit vertreibt weitere Kunden – ein Teufelskreis weiter 

Harz / Deutschland: Aktualisierung des SIMPLEX-Fernbusfahrplans mit Fernbussen durch den Harz (Stand: 15.01.2020) 
Anbei der Downloadlink zu dem über 500 Seiten starken aktuellen Fahrplan aller Fernbusse mit vielen Tipps.

Walkenried: Harzkursbuch wird nach Ausverkauf der Printversion wieder nachdruckt - aktualisiertes Harz-Kursbuch steht zum Download bereit - Initiative führt Einweisung in die Geheimnisse des Harzer ÖPNV durch (Stand: 13.01.2020)
Verschiedene Berichte über das gedruckte Harz-Kursbuch sorgten für einen schnellen Ausverkauf. Die Neuauflage ist bereits in Auftrag gegeben und steht in wenigen Tagen wieder an den folgende Ausgabestellen zur Verfügung:

Folgende Aktualisierungen wurden in der Neuauflage berücksichtigt:

1. Mehr Verbindungen Osterode - Göttingen und zurück über Katlenburg mit Linie 265. In Richtung Göttingen auch schneller als mit dem Zug via Herzberg, in Richtung Osterode nicht, da etwas Wartezeit in Katlenburg. Trotzdem insgesamt positiv.

2. Ebenso positiv ist die Erweiterung der Fahrpläne Herzberg - Duderstadt und zurück am Wochenende. Dadurch gibt es nun noch sehr späte Möglichkeiten, nach Duderstadt zu kommen bzw. von dort zurück, teilweise auch mit Anschlüssen von/zum Schnellbus Göttingen - Osterode.

3. Wegfall der Kästelinie (Gaststätte wurde abgerissen)

4. bei den HarzBus-Linien zu erwartende Änderungen ab Mitte April 2020

Als weiteren Service bietet Michael Reinboth (michael.reinboth@suedharzstrecke.de), wenn die Tourist-Informationen das organisieren, gern kostenlose Einweisung in die Geheimnisse des Harzer ÖPNV an.
Michael Reinboth

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